Mit Division wird eine neue Reihe aus der Tom Clancy Franchise geboren. New York wird von einer Epidemie heimgesucht – Chaos ist die Folge. Unruhestifter nutzen die Situation und übernehmen die Kontrolle in der Stadt. Die „Division“ soll die Ordnung wiederherstellen. Sehen wir uns an, wie erfolgreich die Taufe ist.thedivision01 Versprochen wurde lange im Vorfeld eine offene und lebendige Spielewelt. New York lässt sich im Teil Manhattan tatsächlich von der 14-ten bis zur 56-ten Strassen frei erkunden. Dabei sind die Viertel in Schwierigkeitsgrade in Form eines Levelsystems unterteilt – und je weiter ich mich von der initial etablierten Operationsbasis wegbewege, umso schwerfälliger wird das Töten von Gegnern. Möchte ich also zu Beginn des Spiels schon den Time Square erkunden, könnte ich dies zwar theoretisch, habe mit den zur Verfügung stehenden Waffen aber nur eine geringe Chance, mir meinen Weg zu bahnen. Mit der Zeit komme ich an effektivere Schiesseisen und resistentere Schusswesten – so kann der Spaziergang dann angetreten werden. Die Freischaltung dieser Utensilien basiert auf dem Level meines eigenen Charakters. Dieser erhöht sich mit dem Sammeln von XP (Erfahrungspunkten) durch das Abschliessen von Missionen, Finden von Gegenständen und Erledigen zahlreicher Aufgaben. Auch pro getötetem Gegner, basierend an der Zahl seines Levels, erhalte ich mal mehr mal weniger XP. In jedem Viertel gibt es ein Safe House, welches ab erstmaligem Betreten als Respawn- oder Fast-Travel-Location genutzt werden können. thedivision02So lebendig wie erhofft ist die Spielewelt leider nicht. Zwar treffe ich unterwegs immer wieder auf Zivilisten. Dies beschränkt sich aber stets auf eine stillstehende, sich unterhaltende Dreiergruppe, eine Zweiergruppe mit einem trauernden und einer tröstenden Person oder ein entgegenhinkender Bürger, welchem ein Medikit oder Schokoriegel angeboten werden kann. Auf offenen Strassen verschneite Autos meist gleichen Aussehens und kaum Möglichkeiten von Interaktion, lassen die Spielewelt nicht so lebendig rüberkommen wie erhofft. Ab und zu laufe ich an einem Elektronikshop oder einer Autogarage vorbei, in welchen ich entsprechende Komponenten für mein Crafting finde. Das Crafting - welches ausschliesslich in der Operationsbasis möglich ist - umfasst nicht nur Waffen und Waffenmodifikationen, sondern auch Rüstungskomponenten und Spezialfähigkeiten. Nebst dem – basierend auf der Grösse meines Rucksackes - limitierten Inventar, kann ich in den Verstecken auf ein Lager zurückgreifen. In diesem kann ich Gegenstände aus meinem Rucksack zwischenzulagern, bevor ich mich entscheide, diese gegen Geld zu verkaufen oder in Rohmaterial fürs Crafting umzuwandeln. Habe ich beispielsweise meinen Charakter in Level 8 aufgearbeitet, muss ich zwangsläufig eine Waffe oder Rüstung mit Level 3, die kaum mehr effizient im Kampf eingesetzt. Im zentralen Manhattan ist eine Dark Zone angesiedelt. Das Betreten ist nur an bestimmten Übergangen (Checkpoints) möglich. Innerhalb der Dark Zone gilt ein anderes Levelsystem und härtere KI-Gegner sind anzutreffen - genauso wie andere Xbox Live Spieler, mit denen ich mich entweder verbünden oder entgegenstellen kann. Den Gegenspielern lukrative Ausrüstung (und davon gibt es zuhauf) abzuluchsen, ist der Hauptzweck dieser Zone. Doch genauso kann auch ich mein komplettes Inventar bei meinem Tod verlieren. In ausgewiesenen Evakuierungszonen muss ein Helikopter angefordert werden, welcher meine gesammelten Gegenstände in Sicherheit bringt. Über die Checkpoints begebe ich mich wieder in die normale Spielewelt, sobald ich gute Beute gemacht habe oder wieder etwas gemütlicher unterwegs sein möchte. Ruhe gibt es in der Dark Zone nicht. Das HUD und die Spielmenus (Inventar) sind etwas zu überladen und gewöhnungsbedürftig. In den ersten paar Stunden Spielzeit kam es vielfach vor, dass ich längere Zeit brauchte, um gewisse Informationen in den Tiefen der Menüs zu finden. Waffen, Ausstattung, Charakter, Taschen, Aussehen, Fertigkeiten, Talente, Vorteile… in diesen Tabs muss ich mich erstmal zurechtfinden. Sobald ich die Übersicht habe, merke ich, wie viel Möglichkeiten zur Anpassung ich überhaupt habe. Mit Upgrade-Punkten freigeschaltete Spezialfähigkeiten lassen sich den Schultertasten zuweisen, so zum Beispiel das Werfen eines Medikits welches mich und meine Mitstreiter in hitzigen Gefechten schnell heilt, solange wir uns in dessen Nähe befinden.thedivision03 Mit bis zu drei anderen Spieler kann ich mich Online in Gruppen zusammenschliessen und Haupt-, Nebenmissionen sowie sämtliche anderen Aufträge welche New York City zu bieten hat, zusammen bestreiten. Den Fortschritt und die gesammelten Erfahrungspunkte brauche ich nicht zu teilen – jeder erhält die volle Anzahl, wie wenn die Mission alleine bestritten worden wäre. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich der Gruppenleiter bin und sich die Spieler in meiner Welt befinden, oder ich Gast bei einem anderen Player bin. Das Matchmaking ist jederzeit unkompliziert und schnell möglich. Die Ladezeiten sind dabei extrem kurz, wodurch der Spielspass nicht ausgebremst wird. Selbst der Übergang vom freien Bewegen in eine Mission und umgekehrt ist flüssig und erfordert keine zusätzlichen Ladezeiten. Ich wage zu sagen: Die spielerfreundlichsten Mehrspielermöglichkeiten die mir je ein Spiel geboten hat. Grafisch verfolgt das Spiel mit der Snowdrop-Engine einen interessanten Ansatz. Der Name ist Programm und so sammelt sich am Boden tatsächlich dreidimensionaler Schnee. Zudem auffällig sind die sehr guten Schatteneffekte. Die Umgebungstexturen hingegen sind für heutige Verhältnisse nicht sehr detailliert. Keine Grafik, die mich vom Hocker haut - dafür die offen begehbare Spielewelt und der nahtlose Übergang in eine Mission ohne zusätzliche Ladezeiten. Nach 20 Stunden Spielzeit wurde mir das Spiel etwas eintönig – denn das Abschiessen von Gegnern ist grundsätzlich das Einzige, was es zu tun gibt. Spärliche Interaktion mit der Welt trägt ebenso dazu bei. Nach einigen Tagen konnte ich trotzdem wieder mit Spass einige Stunden weiterspielen. 30 Stunden Spielspass wird das Spiel in jedem Fall bieten – sogar noch mehr, wenn Online mit Freunden New York City „sicher“ gemacht wird.  

Grafik

84/10

    Sound

    89/10

      Steuerung

      84/10

        Gameplay

        87/10

          Spieldesign

          85/10

            Multiplayer

            95/10

              Umfang

              92/10

                GESAMT

                8.8

                Tops

                • - Nahtlose Spielewelt
                • - Exzellenter Multiplayer
                • - Kurze Ladezeiten

                Flops

                • - Spärliche Umgebungsinteraktion
                • - Nicht viel Abwechslung

                The Division

                RPG

                Hersteller:
                Publisher:
                Releasedatum:
                08.03.2016