Nach dem Angriff auf die US-Militärbasis in Guam sehen sich die vereinigten Staaten einer skrupellosen Gruppe namens „The Engineers“ gegenüber, dessen Ziel die Schädigung der amerikanischen Wirtschaft ist. In einer Videobotschaft äussern sie sich zu kommenden, fatalen Attacken auf wichtige Infrastrukturziele. Der Präsidentin ist sofort klar, dass diese Gruppe allein mit militärischer Kraft nicht zu stoppen sein wird. Deshalb wird die „Fourth Echelon“ gegründet - und wer käme für dessen Leitung wohl am besten in Frage? Natürlich wurde Sam Fischer rekrutiert und steht im neuesten „Splinter Cell“-Teil somit wieder im Dienste der Regierung. Wie erfolgreich sein Comeback ist, erfährt ihr in unserem Review. Das neue Fourth Echelon In dem Militärflugzeug „Paladin“ quartiert sich Fourth Echelon ein. Das Spezielle am neuen Hauptquartier: Es bewegt sich ständig in der Luft und kann jedes Ziel weltweit direkt und ohne Verzögerung erreichen. Dies ist auch nötig, schliesslich haben „The Engineers“ die Termine der einzelnen Angriffe – welche jeweils 7 Tage auseinanderliegen – konkret bekannt gegeben. Dies bedeutet: Es bleibt nicht viel Zeit! Um möglichst effizient handeln zu können, ist Fourth Echelon wesentlich kleiner als Third Echelon. Die altbekannte Anna “Grim” Grimsdottir steht Sam weiterhin als Einsatzleiterin zur Verfügung. Aber auch neue Charaktere wie Charlie Cole, der junge Hacker welcher sich vom Flugzeug aus in Datenbanken hackt, oder Isaac Briggs, welcher Sam bei einigen Missionen vor Ort unterstützt, sind essentielle Teammitglieder. Die Missionen in der Solo-Kampagne haben jeweils Informationsbeschaffung oder Verhinderung der Attacken zum Ziel. Erstere spielen sich vorwiegend im Nahen Osten ab. Nebst Iran, Irak und Libyen zieht es Sam aber auch nach London, Paraguay und Kuba. Nahezu die Hälfte der Missionen spielen auf US Territorium. Gameplay-Neuerungen Am Ende jeder Mission erfolgt das Rating nach den Vorgehensweisen „Ghost“, „Panther“ oder „Assault“. Wenn einfach ohne Taktik drauf los geballert wird, dann zählen die Kills als „Assault“, was die wenigsten Punkte gibt – und am Ende auch weniger Einkommen bedeutet. Vor allem in der Anfangsphase spielt Geld eine wichtige Rolle, da so neue Waffen, Gadgets oder Upgrades gekauft werden können. Es ist also ratsam, in gewohnter Splinter Cell Manier vorzugehen und die Gegner mit einem Elektroschocker oder Schlafgas kampfunfähig zu machen - oder falls möglich sogar ganz in Ruhe zu lassen. Dies gilt jeweils als „Ghost“ und gibt fast doppelt so viele Punkte wie „Assault“. Falls eine Situation doch einmal zu brenzlig wird, so sollte wenn möglich auf eine schallgedämpfte Waffe zurückgegriffen werden - Stil: „Panther“, was die finanzielle Einbusse in Grenzen hält. Zusätzliches Geld verdient man mit Zusatzaufgaben wie dem Finden von USB-Speicherchips oder dem Festnehmen von Schlüsselpersonen während der Einsätze. Über das „Shadownet“, bekannt aus dem zweiten und dritten Teil, gibt es zudem Aufträge wie „100 Kills mit einem Maschinengewehr“, oder „3 Gegner gleichzeitig mit einem Sticky Shocker ausschalten“, was zusätzliche Dollars auf das Konto von Sam bringt. Dies bietet Anreiz, die Missionen mehrmals auf verschiedene Arten durchzuspielen. Waffen und Gadgets Wie bereits in den letzten Teilen wird aus der Third-Person-Perspektive gespielt. Verändert hat sich das HUD – neu kann über die linke Schultertaste ein kreisrundes Menu aufgerufen werden, in welchem mit dem rechten Stick die aktive Schusswaffe und Zusatzausrüstung ausgewählt werden kann. Die altbekannten Sticky Shocker, Sticky Kameras und das breite Arsenal an Granaten findet sich weiterhin. Zusätzlich gibt es den Tri-Rotor, eine kleine mit Kamera und Sticky Shocker bestückte Drohne, welche Sam während des Einsatzes einsetzen kann. Zwischen den Missionen kehrt Sam jeweils immer zur Paladin zurück und kann seine Teammitglieder auf Waffen- oder Flugzeugupgrades ansprechen. Flugzeugupgrades bringen Sam beispielsweise einen grösseren Radarbereich, schnellere Genesung oder die Möglichkeit, während der Mission die Waffen anzupassen oder zu wechseln. Vor jeder Mission kann am Strategic Mission Interface (SMI) - ein grosses Surface-Tablet in der Mitte des Flugzeuges – die Bewaffnung angepasst werden und auch neue Waffen und Gadgets gekauft werden. Für Sam’s Nachtsichtgerät gibt es ebenfalls Upgrades - wie einen „Footprint“-Tracker, mit welchem die Schritte der Gegner nachvollzogen werden können, oder das Sonar. Splinter Cell: Blacklist offeriert hinsichtlich Ausrüstung einiges. Missionen und Modi Die Story hinter der Solo-Kampagne ist leider etwas schwammig. So gibt es zwischen den Zwischensequenzen vom Ende einer Mission bis zum Anfang der Nächsten einige Lücken. Schade auch, dass die Levels sehr linear aufgebaut sind und man höchstens im selben Raum mal auf zwei verschiedene Arten weiterkommt, nicht aber über den ganzen Level gesehen. Heutzutage sollte im Bereich Spieldesign etwas mehr drin liegen. Ausser der Kampagne gibt es viele 4U-Mission, welche für zusätzliche Abwechslung und Spielstunden sorgen. So gilt es, in einem Level alle Gegner auszuschalten, gewisse Ziele zu erreichen oder Wellen an Gegnern zu überleben. Viele dieser Missionen können im Coop-Modus mit einem zweiten Spieler gespielt werden. Auch im Online Multiplayer-Bereich bietet Splinter Cell: Blacklist einige Levels – jedoch nur 6 an der Zahl. Fazit Grafisch holt Splinter Cell: Blacklist alles aus der XBox 360 heraus und wartet mit einigen Gameplay-technischen Neuerungen auf sich. Auf jeden Fall ein Grund für alle Splinter Cell Fans, sich das Spiel zu holen. Enttäuscht wird man nicht - zumal mehrmaliges Durchspielen auf verschiedene Arten ein Ziel sein kann. Für alle Neulinge könnte es nach erstmaligem Durchspielen mit eigenem Stil etwas eintönig werden.

Grafik

82/10

    Sound

    82/10

      Steuerung

      82/10

        Gameplay

        82/10

          Spieldesign

          73/10

            GESAMT

            8.02

            Tops

            Flops

            Splinter Cell: Blacklist

            Action

            Hersteller:
            Publisher:
            Releasedatum:
            22.08.2013