Bereits die beiden Vorgänger konnten durchs Band überzeugen. Doch schafft es Bioware auch dieses Mal ein packendes Spielerlebnis zu erschaffen?

Handlung

Bereits beim Start des Spiels, bietet es uns verschiedene Möglichkeiten auf welche Art wir das Spiel bestreiten wollen. So gibt es als erstes den Action Modus. Der bietet uns keine Auswahlmöglichkeiten in Gesprächen oder eine aktive Charakterentwicklung. Es ähnelt sehr einem geradlinigen Shooter. Dieser Modus ist sicher für Leute, die kein Wert auf Rollenspiel legen geeignet. Als zweites kann man den Rollenspiel Modus auswählen. Der bietet der gleiche Schwierigkeitsgrad in Kämpfen wie der Actionmodus erlaubt uns jedoch jegliche Entscheidungen frei zu treffen und auch die Charakterentwicklung von Shepard und seinen Gefährten zu übernehmen. Dieser Modus ist das „klassische“ Mass Effect Spielprinzip. Die dritte und letzte Wahl ist schliesslich der Storymodus. Dieser schraubt den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe drastisch runter so dass man eigentlich nicht mehr sterben kann. Bei den Rollenspielelementen lässt es uns jedoch immer noch die gewohnten Optionen. Nach dieser Entscheidung geht es in die Charaktererstellung, bei der man wie bekannt einige Eckpunkte von Shepard bestimmen kann wie, wo er geboren wurde oder wer er in Mass Effect 1 auf Eden Prime geopfert hat. Diese Entscheidungen nehmen bereits Einfluss auf die Geschichte. Man kann jedoch immer noch ein Mass Effect 2 Spielstand importieren, der dann sämtliche Entscheidungen wiederspiegelt und ganze Handlung stränge ändern kann. Dies ist sicher der authentischste Modus von Mass Effect, erfordert jedoch einen Spielstand. Die Story selber setzt nach einigen Wochen vom Ende des 2. Teils ein. Shepard wurde festgenommen da er mit Cerberus zusammengearbeitet hat und Verrates angeklagt ist. Ebenfalls wurde sein Schiff, die Normandy, unter die Flotte der Allianz gestellt. Als jedoch komische Signale auf den Radarbildschirmen auftauchen und kurz darauf die ersten Reaper auf der Erde landen, wird er von seinem alten Kollegen Andersson wieder in den aktiven Dienst genommen. Schnell stellt sich heraus, dass die Truppen die Reaper nicht aufhalten können und ohne Unterstützung der anderen Rassen die Erde verloren ist. So wird Commander Shepard losgeschickt um die verschiedenen Alienrassen zu vereinen und schliesslich die Erde damit zu befreien. Mit in seiner Begleitung ist die Normandy mit dem Steuermann Joker und ebenfalls die ersten zwei Begleiter die man im Spiel erhält. Im Verlauf des Spiels findet man weitere Begleiter, die man allesamt aus den Vorgängern kennt. So findet man zum Beispiel den altbekannten Garrus Vakarian der schon in beiden Teilen vorkam.
Die Streitmacht, die Shepard aufstellt, muss genügend stark sein um die Reaper zu vertreiben. Dazu hat jede Flotte oder sogar manchmal einzelne Personen, die man zur Unterstützung bewegen konnte, einen Wert, der sich Kriegsposten nennt. Je nachdem wie hoch diese Zahl ist, ändern sich die Enden von Mass Effect. Sprich, wer jegliche Missionen erledigt, hat eine grössere Aussicht auf ein besseres Ende. Jedoch von grösserer Entscheidung ist die Bereitschaftswertung der Galaxie. Dies ist eine Prozentzahl die die Kriegsposten um diesen Prozentsatz kürzt. Diese Zahl lässt sich ausschliesslich mit Multiplayergefechten oder iOS Apps verbessern. Diese Methode find ich ziemlich Schade, da man gezwungen wird, Multiplayer zu spielen um das beste Ende zu sehen.

Gameplay

Das Gameplay erinnert stark an die Vorgänger. So ist man immer mit 2 Begleitern unterwegs, die grösstenteils selbstständig kämpfen. Man kann jedoch auch spezifische Angriffsbefehle- und Deckungsbefehle geben. Jeder Charakter hat seine eigenen Fähigkeiten. So hat der Soldat-Shepard mehrere Munitionsarten, die sich jeweils für verschiedene Zwecke besonders eignet. Neben diesen „Passiven Skills“ gibt’s auch mehrere Aktive wie ein Schuss, der die Gegner umstösst und so zu einem einfachen Ziel macht. Jede Fähigkeit hat 6 Aufrüstungsstufen die sich mit Punkten, die man nach einem Level Up erhält, steigern lässt. So kann man entweder die Kraft des Geschosses verändern oder aber den Bereich, den es trifft erhöht. Insgesamt gibt es 50 Stufen. Die Feuergefechte selber bieten ein Deckungssystem, wie man es zum Beispiel aus Gears of War kennt und uns erlaubt Gegner gezielt aufs Korn zu nehmen. Gegen die Gegner kann man sehr taktisch spielen. So gibt es Truppen die ein Schild tragen. Während also unsere Teamkollegen diesen ablenken, versucht man in seine Flanke zu gelangen um auf den ungeschützten Teil zu zielen oder man nimmt einfach eine Biotikfertigkeit, die den Gegner kurzerhand in die Luft hebt.
Während den Missionen findet man immer mal wieder eine neue Waffe oder Waffenverbesserungen. Diese lassen sich an einer Waffenstation einbauen. Dadurch kann man spezifischen Nachteilen einer Waffe gezielt entgegenwirken. Während man der Schrotflinte ein Präzisionsupgrade gibt, kann ein Sturmgewehr ein Stabilisator gut gebrauchen. Ebenfalls lässt sich die Rüstung von Shepard anpassen. Entweder maximiert man seinen Waffenschaden, Gesundheit oder auch Biotische Kräfte die danach mehr Schaden machen.

Technik

Der Grafik sieht man deutlich an, dass es bereits seit Mass Effect 1 das gleiche Grafikgerüst ist. Die Texturen sind matschig und ziemlich eintönig. Die Effekte können jedoch nach wie vor überzeugen und manchmal gibt es auch schöne Lichtstimmungen zu bewundern. Der Ton ist sehr gut gelungen. So stimmt die Musik immer gut auf die Situation ein. Ebenfalls die Sprecher in den Gesprächen haben eine gute Arbeit gemacht.
Die Steuerung geht sehr gut von der Hand. Während man mit dem Steuerkreuz den Begleitern Befehle gibt, lässt sich Shepard wie in einem normalen Shooter steuern. Was manchmal jedoch nicht so gut funktioniert ist das Deckungswechseln. Es passierte öfters, dass selbst wenn man an einer Deckung stand er einfach nicht in Deckung gehen wollte. Meistens musste man nochmals einen kleine Bogen machen und zurück kommen was häufig im Tod geendet hat.

Multiplayer

Der Multiplayerumfang ist ziemlich rudimentär gehalten. Es gibt nur einen kooperativen Modus. Dort muss man auf einer Karte die Angriffswellen der Gegner überstehen. Jedoch gibt es pro Welle manchmal einige Aufträge zu erfüllen. So müssen wir uns auf Konsolen einhacken oder sonstige Informationen finden. Der Multiplayerteil nimmt Einfluss auf den Verlauf der Singleplayerkampagne da man die Galaxiebereitschaftswertung verändern kann. Ebenfalls können die Klassen des Singleplayers ausgewählt werden und der Held steigt auch im Level auf, was ihm neue Fertigkeiten beschwert.

Fazit

Der 3. Teil ist meiner Meinung nach der Beste bis jetzt. So weiss die Story mehr zu fesseln als in den Vorgänger und die Entscheidungen geben einem im Nachhinein Gewissensbisse. Ebenfalls bekannte Gesichter aus dem Vorgänger zu sehen vertieft das Erlebnis. Wenn man jedoch die Vorgänger nicht gespielt hat, sollte man das unbedingt zuerst tun da man sonst viele Anspielungen nicht begreift und einem gewisse Charaktere nichts sagen. Meiner Meinung nach gehört Mass Effect in jedes Spielregal da kein anderes Spiel ein solches Erlebnis schafft zu erzählen.

Grafik

73/10

    Sound

    91/10

      Steuerung

      82/10

        Gameplay

        91/10

          Spieldesign

          91/10

            GESAMT

            8.56

            Tops

            • - Packende Story mit vielen Wendungen
            • - Gut gezeichnete Charaktere
            • - Spielstandimport mit persönlichem Shepard

            Flops

            • - Zwang zu Multiplayer oder iOS Applikation
            • - Multiplayer nur bedingten Umfang
            • - Unbefriedigendes Ende

            Mass Effect 3

            RPG

            Hersteller:
            Publisher:
            Releasedatum:
            06.03.2012